We can't keep quiet!

Wir akzeptieren weder den ‚Trumpism’ noch den aktuellen Rechtsrutsch in Europa. Reaktionäre Politiken gefährden Frauen*rechte und Frauen*anliegen und verstärken rassistische, trans*- und homosexuellenfeindliche Tendenzen und soziale Ungleichheit. Im Geist der globalen Women’s March Bewegung wollen wir auch in der Schweiz signalisieren, dass wir uns formieren, dass wir stark sind. Pussy grabbs back. Wir wollen Freiheit und Gerechtigkeit für alle, nicht für wenige.

Die Lebenssituation von Frauen* – besonders jene von nicht-weissen Frauen, Frauen* mit Migrationshintergrund, Arbeiterfrauen*, geflüchteten und/oder arbeitslosen Frauen* hat sich in den vergangenen 30 Jahren im Zuge globalisierter Märkte stetig verschlechtert. In der Schweiz betrifft dies auch viele Bäuerinnen. Diese Situation kann nur verbessert werden, wenn sowohl soziale Reproduktion (Care) als auch reproduktive Gerechtigkeit und Arbeiter_innenrechte verteidigt und ausgebaut werden.

Die aktuell erstarkenden Frauen*bewegungen müssen alle diese Themen adressieren. Und sie tun es bereits! Der Kampf gegen männliche Gewalt und Vorherrschaft wird mit Forderungen nach Arbeiter_innenrechten und Lohngleichheit, mit Widerstand gegen Homo- und Transphobie, gegen rassistische Migrations- und Grenzpolitiken und nicht zuletzt mit ökologischen Anliegen verknüpft. Verteidigt werden Menschenrechte und Demokratie und der Wunsch nach Frieden. Es entsteht gerade eine neue internationale feministische Bewegung mit einer erweiterten Agenda. Feminismus und Frauen*bewegungen haben durch ihre vielfältige Ausdifferenzierung und Anliegen das Potential, eine globale Opposition gegen den reaktionären Backlash zustande zubringen.

Auch in der Schweiz sind Frauen*bewegungen im Aufwind. Ein wichtiges Ziel von WE CAN’T KEEP QUIET ist die Vernetzung und Stärkung verschiedener Frauen* und Frauen*bewegungen in der Schweiz und deren Verbündeten. Wir müssen voneinander wissen, voneinander lernen, uns gegenseitig bestärken (und auch kritisieren), und auf diese Weise Anliegen sichtbar machen, Handlungsmöglichkeiten vergrössern, Massstäbe verschieben und die Politik beeinflussen.

Versuchen wir, diese Bewegung gross werden zu lassen, spontan und kämpferisch, in der Schweiz, europaweit und global. Am 8. März, am 18. März (Women’s March Zürich) und darüber hinaus.